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Ordinalzahl

Dieser Text beschreibt Ordinalzahl.


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Ordinalzahl Artikel

Beim Zählen benutzt man Ordinalzahlen, um die Position eines Elements in einer Folge anzugeben: "Erstes, zweites, drittes, ... Element". Sprachlich benutzt man dazu bestimmte Zahlwörter.Der Mathematiker Georg Cantor beschrieb, wie man dieses Konzept innerhalb der Mengenlehre auf unendliche Mengen verallgemeinern kann und wie man mit transfiniten Ordinalzahlen rechnen kann.

Eine natürliche Zahl kann für zwei Zwecke benutzt werden: Zu dem einen, um die Anzahl der Elemente einer (endlichen) Menge zu beschreiben, und zu dem anderen, um die Position eines Elements in einer geordneten Menge anzugeben. Während diese beiden Konzepte für endliche Mengen übereinstimmen, muss man sie für unendliche Mengen unterscheiden. Die Beschreibung der Größe einer Menge führt zu dem Begriff der Kardinalzahl, während die Beschreibung der Position in einer geordneten Menge zu Ordinalzahlen führt, die hier beschrieben sind.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Bis(s) zum Abendrot: Band 3 aus Freundschaft wird ein bisschen Liebe Ich bin, wie viele andere auch, von dieser Buchreihe begeistert, obwohl ich die Absichtalter längst überschritten habe, diese Bücher haben eine eigentümliche Faszination, der man sich kaum entziehen kann Biss zu dem Abendrot handelt von einer verzwickten Dreiecksgeschichte, zwischen Bella, Edward dem Vampir...

Natürliche Zahlen als Mengen

Man definiert die natürlichen Zahlen in der Mengenlehre üblicherweise auf die folgende Weise:

0 := {} (die leere Menge)
1 := {0} = { {} }
2 := {0, 1} = { {}, {{}} }
3 := {0, 1, 2} = { {}, {{}}, {{}, {{}}} }
4 := {0, 1, 2, 3}
...

So definiert, sind natürliche Zahlen wohlgeordnet. Zu dem Beispiel hat die Zahl 4 die Elemente 0, 1, 2, 3, die als 0 < 1 < 2 < 3 geordnet werden. Eine natürliche Zahl a ist dabei kleiner als eine Zahl b, wenn a ein Element von b ist.

Buch-Tipp: Bis(s) zum Morgengrauen: Band 1 Wahnsinnsbuch Seit langlanglangem wieder ein Buch welches mich so gefesselt hat daß ich es einfach nicht weglegen konnte. Schon das Cover sieht gut aus aufgrund dessen kauf ich mir nämlich die meisten Bücher. Aber der Inhalt ist super, hier sind nicht stets die Vampire die bösen, sondern sie versuchen sich sogar so normal wie möglich zu verhalten....

Motivation und Definition

Wir wollen zwei wohlgeordnete Mengen nicht unterscheiden, wenn sie sich ca. in dem "Aussehen" ihrer Elemente, nicht aber in deren Anordnung unterscheiden, dazu definieren wir:

Zwei total geordnete Mengen (A, <=) und (B, [=) heißen ordnungsisomorph, wenn es eine Bijektion f: A -> B gibt, so dass für alle a, b aus A gilt:
Aus a <= b folgt f(a) [= f(b).
Die Abbildung f heißt dann Ordungsisomorphismus (siehe auch Isomorphismus).

Nun kann man zeigen, dass jede endliche wohlgeordnete Menge ordnungsisomorph zu (genau) einer natürlichen Zahl ist. Außerdem sind für eine wohlgeordnete Menge äquivalent: sie ist endlich; die umgekehrte Ordnung ist eine Wohlordnung; jede nichtleere Teilmenge hat ein größtes Element.

Dies liefert die Grundlage für die Verallgemeinerung der natürlichen Zahlen zu Ordinalzahlen, die als spezielle wohlgeordnete Mengen so gewählt werden, dass jede wohlgeordnete Mengen ordnungsisomorph zu exakt einer Ordinalzahl ist. Die folgende Definition verbessert Cantors Ansatz und wurde zuerst von John von Neumann angegeben:

Eine Menge S heißt Ordinalzahl, wenn S total geordnet bezüglich der Mengeninklusion ist und jedes Element von S auch Teilmenge von S ist.

Eine solche Menge S ist automatisch wohlgeordnet aufgrund des Fundierungssaxioms, welches besagt: Jede nichtleere Menge S hat ein Element a, das disjunkt zu S ist.

Die natürlichen Zahlen sind nach dieser Definition Ordinalzahlen. Zu dem Beispiel ist 2 = {0, 1} ein Element von 4 = {0, 1, 2, 3} und gleichzeitig eine Teilmenge.

Buch-Tipp: Bis(s) zur Mittagsstunde: Band 2 Super Weiterführung Nachdem ich den 1. Band schon verschlungen habe, hab ich mir gleich den 2. gekauft. Zwar ist in diesem Edward nicht soviel zu sehen, aber auch Jakob hat echt was für sich. Wenn es Werwölfe wirklich gäbe und die wären so süß(hmhmhm). Also ich wüßte nicht wenn ich an Bellas Stelle wäre, für wenn ich mich entscheiden...

Merkmale

Man kann mittels transfiniter Induktion zeigen, dass jede wohlgeordnete Menge ordnungsisomorph zu exakt einer Ordinalzahl ist.

Die Elemente einer Ordinalzahl sind selbst Ordinalzahlen. Hat man zwei Ordinalzahlen S und T, dann ist S ein Element von T exakt dann, wenn S eine Teilmenge von T ist, und es gilt dass entweder S ein Element von T', oder T ein Element von S, oder S = T ist. Damit sind Ordinalzahlen total geordnet bezüglich der Elementbeziehung. Es gilt sogar noch mehr:

Jede Menge von Ordinalzahlen ist wohlgeordnet.

Dies verallgemeinert das Wohlordnungsprinzip, dass jede Menge von natürlichen Zahlen wohlgeordnet ist, und erlaubt die freie Anwendung der transfiniten Induktion und der Beweismethode des "unendlichen Abstiegs" auf Ordinalzahlen.

Eine wichtige Feststellung ist, dass jede Ordinalzahl S exakt die Ordinalzahlen als Elemente hat, die kleiner sind als S. Durch diesen Satz wird die mengentheoretische Struktur einer Ordinalzahl vollständig durch kleinere Ordinalzahlen beschrieben. Man benutzt diese Tatsache, um andere Aussagen zu beweisen, wie z.B., dass jede Menge S von Ordinalzahlen ein Supremum hat, nämlich die Vereinigung aller Elemente von S, welche selbst eine Ordinalzahl ist. Eine andere Folgerung ist der Satz, dass die Klasse aller Ordinalzahlen keine Menge, sondern eine echte Klasse ist. Der Beweis basiert auf dem Regularitätsaxiom, dass keine Menge sich selbst als Element enthält. Wäre die Klasse aller Ordinalzahlen eine Menge, dann wäre sie selbst eine Ordinalzahl, müsste sich also selbst enthalten. (Siehe auch das Burali-Forti-Paradoxon .)

Buch-Tipp: CIA Die Geburt der Politik aus dem Dilettantismus Das große Problem amerikanischer Organisationen - man mag das kaum glauben, aber nach diesem Buch ist es wirklich so - ist deren schlechtes Management. Und während in der Wirtschaft diese Schwäche noch durch grenzenlosen Optimismus und hohe Innovationskraft kompensiert werden kann, bleibt bei den staatlichen...

Rechenoperationen

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Um die Summe zweier Ordinalzahlen S und T zu definieren, geht man so vor: Man bebezeichnet die Elemente von T so um, dass S und T disjunkt sind, und "schreibt S links neben T", d.h. man vereinigt S mit T und definiert die Ordnung so, dass innerhalb von S und T jeweils die vorige Ordnung gilt und jedes Element von S kleiner ist als jedes Element von T. Auf diese Weise wird die neue Menge wohlgeordnet und ist ordnungsisomorph zu einer eindeutig bestimmten Ordinalzahl, die man mit S + T genannt. Diese Addition ist assoziativ und verallgemeinert die Addition natürlicher Zahlen.

Die erste transfinite Ordinalzahl ist die geordnete Menge aller natürlichen Zahlen, man genannt sie mit ω. Veranschaulichen wir uns die Summe ω + ω: Wir schreiben die zweite Kopie als {0' < 1' < 2' < ...}, dann haben wir

ω + ω = {0 < 1 < 2 < 3 < ... < 0' < 1' < 2' < 3' < ...}

Diese Menge ist nicht ω, denn in ω ist die 0 die einzige Zahl ohne Vorgänger, und ω + ω hat zwei Elemente ohne Vorgänger (0 und 0'). Die Menge 3 + ω sieht so aus:

{0 < 1 < 2 < 0' < 1' < 2' < 3' < ...}

Und nach einem weiteren Umbebezeichnen sieht sie aus wie ω. Wir haben also 3 + ω = ω. Dagegen ist ω + 3

{0 < 1 < 2 < ... < 0' < 1' < 2'}

ungleich ω, denn 2' ist das größte Element von ω+3, aber ω hat kein größtes. Also ist die Addition nicht kommutativ. Man sollte nun erkennen können, dass z.B. ω + 4 + ω = ω + ω ist.

Buch-Tipp: Der große Questguide World of Warcraft: Allianz HILFREICH :) Also ich habe mir das Buch auch gekauft, finde es gut gemacht. Obwohl es ab und zu schon eine Sucherrei der Quests ist. Zum Glück gibt es ein Inhaltsverzeichnis der Questnamen :). Aber ich suche 75 Prozent der Quest so oder so in dem Internet, ansonsten schau ich den in dem Buch nach.

Um zwei Ordinalzahlen S und T zu multiplizieren, schreibt man T hin und ersetzt jedes Element von T durch eine andere Kopie von S. Das Ergebnis ist eine wohlgeordnete Menge, die isomorph zu exakt einer Ordinalzahl ist, die man mit S·T genannt. Auch diese Verknüpfung ist assoziativ und verallgemeinert die Multiplikation der natürlichen Zahlen. (Dasselbe Ergebnis erreicht man, indem man auf dem kartesischen Produkt S × T eine lexikographische Ordnung definiert: (s1,t1) <= (s2,t2), falls t1<t2 oder (t1=t2 und s1<=s2).)

Die Ordinalzahl ω·2 sieht so aus:

{00 < 10 < 20 < ... < 01 < 11 < 21 < ...}

Man erkennt, dass ω·2 = ω + ω ist. Dagegen sieht 2·ω so aus:

{00 < 10 < 01 < 11 < 02 < 12 < ...}

und nach Umbebezeichnen sehen wir, dass 2·ω = ω ist. Also ist auch die Multiplikation von Ordinalzahlen nicht kommutativ.

Eines der Distributivgesetze gilt für Ordinalzahlen: R·(S+T) = R·S + R·T. Das kann man direkt aus den Definitionen ablesen. Jedoch gilt das andere Distributivgesetz nicht allgemein, denn z.B. ist (1+1)·ω = 2·ω = ω, aber 1·ω + 1·ω = ω + ω.

Das neutrale Element der Addition ist die 0, das neutrale Element der Multiplikation ist die 1. Keine Ordinalzahl außer 0 hat ein Negatives (ein additiv inverses Element), also bilden die Ordinalzahlen mit der Addition keine Gruppe, und erst recht keinen Ring.

Buch-Tipp: Die Mittagsfrau Ach, wie wird mir gleich so blümerant Mit Büchern, die der Deutsche Buchpreis adelt, tue ich mich in dem Allgemeinen sehr schwer. Treffen sie doch selten meinen eigenen Geschmack. Auch die ersten 50 Seiten dieses Buches entsprechen diesem Urteil: Schleppender Beginn und ein unbequemer Erzählstil. Allein die wunderbaren und längst vergessenen Ausdrücke...

Potenzierung

Man kann fortfahren und die Potenz S^T von Ordinalzahlen S und T definieren und ihres Merkmalen behandeln, was wir in diesem Artikel jedoch nicht tun, da dafür noch weiteres Merkmalen der Ordinalzahlen bekannt sein müssen.

Es gibt Ordinalzahlen, die nicht mit einer endlichen Anzahl von Rechenoperationen (Addition, Multiplikation, Potenzierung) von ω aus erreichbar sind. Die kleinste von ihnen bezeichnet man ε0. Sie ist stets noch abzählbar, aber es gibt auch überabzählbare Ordinalzahlen. Die kleinste überabzählbare Ordinalzahl ist die Menge aller abzählbaren Ordinalzahlen, und wird mit ω1 genannt.

Buch-Tipp: Die Nacht, die Lichter. Stories hätt ich nicht gedacht! . . . was sollte da kommen, nach diesem besonderen Roman "Als wir träumten"( ein Buch wie eine Faust, ja!)? OK, Erzählungen, oder "Stories", wie es Meyer bezeichnet, kennt man ja, erst mal eine Zwischenstation. Weit gefehlt! Keine Zwischenstation, sondern ein Meilensein! Was für Stories, was für Bilder, was für Menschen,...

Topologisches Merkmalen

Die Ordinalzahlen lassen sich aufgrund ihrer totalen Ordnung durch die Ordnungstopologie zu einem topologischen Raum machen. In dieser Topologie konvergiert die Folge (0, 1, 2, ...) gegen ω, und die Folge (ω, ω^ω, ω^(ω^ω), ...) konvergiert gegen ε0. Ordinalzahlen ohne Vorgänger können immer als Grenzwert eines Netzes von kleineren Ordinalzahlen dargestellt werden und heißen Grenz-Ordinalzahlen. In dem allgemeinen sind sie jedoch nicht Grenzwert einer Folge kleiner Ordinalzahlen, wie z.B. ω1.

Der topologische Raum ω1+1 wird in Büchern häufig als Beispiel einer nicht abzählbaren Topologie genannt. Zu dem Beispiel gilt in dem Raum ω1+1, dass das Element ω1 in dem Abschluss der Teilmenge ω1 liegt, aber keine Folge in ω1 gegen das Element ω1 konvergiert.

Einige Grenz-Ordinalzahlen können benutzt werden, um die "Größe" von Mengen anzugeben. Man bezeichnet sie Kardinalzahlen.


Weiteres zu dem Artikel Ordinalzahl

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